Was ist ein Ritual?

 

Man kann das Ritual definieren als eine Abfolge von Handlungen, die im Namen eines Einzelnen oder einer Gemeinschaft ausgeführt werden und die dazu dienen, Raum und Zeit zu ordnen, die Beziehungen zwischen dem Menschen und der Transzendenz zu regeln, sowie den menschlichen Kategorien und den sie verbindenden Beziehungen ihren Platz zu zuweisen. Man kann Rituale von ritualisierten Handlungen unterscheiden. Auch wenn es mühsam ist: Nicht jede gewohnheitsmäßige Handlung (Hände schütteln, Zähne putzen, abendliches Spazieren gehen) sollte ein Ritual genannt werden.

 

Die Funktion des Rituals für die Gemeinschaft der Freimaurer

 

Bindungen werden verstärkt - keine Sinn zerstörende Beliebigkeit - inhaltlich über das Ritual miteinander reden können - Wir bekennen und versichern uns durch das Ritual als Freimaurer. Disziplin und Unterordnung unter ein Größeres; sich in einen sozialen Kontext stellen - Signale, Angebot und Möglichkeit einer vertiefenden Kommunikation - gemeinsames Handeln und Erleben durch harmonisches Zusammenspiel - Chance zur Überwindung von weltanschaulichen, hierarchischen, Standes- und Bildungsschranken.

 

Die Funktion des Rituals für den Einzelnen

 

Förderung der Achtsamkeit. Humanität - als gelebte Geschwisterlichkeit. Überwindung des intellektuellen Rahmens zur Intuition. Das Innere öffnet sich für das im Ritual steckende Wissen. Durch subtile Veränderung Wirkungskraft bezüglich des gewünschten Zieles. Erkenntnis erlangen; dadurch Fortentwicklung (gereifte, humane Persönlichkeit). Das Ritual wirkt transformativ: das Leben dessen, der sich ihm unterzieht, wird verändert. Körperliche Übungen bringen durch Ritualisierung, also Automatisierung, geistige Freiheit. Durch Wiederholung kann überprüft werden: sind wir auf dem richtigen Weg? Durch das langjährige Wiederholen des Rituals, ist Erkenntnis möglich.

 

Abschließend kann man sagen:

 

Die rituellen Arbeiten und die darin verwendeten Symbole sind die gemeinsame Basis aller Freimaurer weltweit.